Maerz2025/2026
Traurigkeit im Dualseelenprozess ist schwer zu greifen. Sie gleicht nicht der Traurigkeit nach einem Verlust, nicht der bei Schmerz oder Abschied. Sie macht nicht hoffnungslos – aber sie macht müde. Sie legt sich über alles wie ein Schleier, durch den immer wieder Hoffnung hindurchscheint, unangekündigt, leise, fast irritierend. Es ist eine Traurigkeit, die nicht in die Tiefe stürzt, aber auch nicht loslässt. Eine, die matt macht, ohne depressiv zu sein. Vielleicht gerade deshalb so schwer zu erklären. Immer wieder taucht sie auf, wenn Ideen ins Leere laufen. Wenn sich Wege wiederholen. Wenn sich das Gefühl einstellt, trotz aller Bewegung am selben Punkt zu stehen. Nicht wie ein Kreis, eher wie ein Reset – ein Zurücksetzen, ohne dass klar ist, warum.
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