Seelenbriefe
Seelenbriefe sind ehrlich, aber nicht roh. Sie dürfen verletzlich sein, ohne sich auszustellen. Sie benennen Gefühle, ohne sie zu erklären oder zu rechtfertigen. Ein Seelenbrief fragt nicht: Was soll der andere denken? Er fragt: Was ist wahr, wenn niemand zusieht? Oft entstehen Seelenbriefe in Übergangsphasen: bei Abschieden, Neubeginnen, inneren Umbrüchen. Sie helfen, Ordnung in das Unausgesprochene zu bringen. Nicht durch Struktur, sondern durch Gefühl. Durch das Zulassen dessen, was da ist – auch wenn es widersprüchlich, unvollständig oder unklar bleibt.
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