Als der Morgen über Endor erwachte, hing der Nebel wie silberner Atem zwischen den gewaltigen Baumstämmen. Hoch oben in den Wipfeln raschelten die Blätter, und kleine Pfoten huschten über hölzerne Stege.
Wicket, der junge Ewok, saß auf einer Plattform und beobachtete, wie die Sonne langsam durch das Blätterdach kroch. Neben ihm stand seine Großmutter, alt, weise und mit Augen, die mehr Geschichten kannten, als der Wald Sterne hatte.
„Heute ist ein guter Tag“, murmelte sie.
„Warum?“, fragte Wicket.
Sie zeigte nach unten, wo ein kleiner Ewok versuchte, einen viel zu großen Korb mit Beeren zu tragen. Zwei andere liefen sofort hin, lachten, halfen ihm – und gemeinsam schafften sie es.
„Weil niemand allein tragen muss, was zu schwer ist.“
Wicket dachte lange darüber nach. Später, als er mit den anderen jungen Ewoks durch den Wald zog, hörte er ein leises Fiepen. Unter einer Wurzel lag ein verletzter kleiner Flattervogel, kaum größer als seine Hand.
Die anderen wollten weiter. Es gab Vorräte zu sammeln, Fallen zu prüfen, Wege zu sichern. Doch Wicket blieb stehen.
„Er ist klein“, sagte einer.
Wicket nickte. „Wir auch.“
Also bauten sie aus Moos, Zweigen und warmen Blättern ein Nest. Sie teilten ihre Beeren, warteten geduldig und sangen leise Waldlieder, bis der Vogel wieder Kraft hatte.
Am Abend flog er davon. Erst unsicher, dann höher, bis er im goldenen Licht verschwand.
Wicket lächelte.
An diesem Tag lernte er:
Manchmal rettet man nicht die ganze Galaxis. Manchmal rettet man nur einen kleinen Vogel. Und auch das ist Heldentum. 🌿










