Sie merkt es zu spät.
Dieses leise Ziehen,
irgendwo zwischen Brust und Kehle.
Nicht stark genug, um Angst zu machen.
Aber auch nicht schwach genug, um es zu ignorieren.
Sie wollte fühlen lernen.
Endlich.
Doch jedes Mal, wenn sie die Tür öffnet,
steht da dieses kleine Etwas.
Still.
Wartend.
Es sagt nichts.
Es muss nicht.
Denn sobald sie es ansieht,
beginnt es zu wachsen.
Nicht laut.
Nicht brutal.
Langsam.
Unaufhaltsam.
Und irgendwann merkt sie:
Es frisst nichts.
Es nimmt sich nur zurück,
was sie jahrelang weggesperrt hat.
Ihr Herz.
Stell dir das so vor:
Die Luft ist kühl, fast schneidend – dieser Moment, wo der Atem sichtbar wird.
Die Terrasse glänzt nass, jeder Schritt ein leises Echo auf kaltem Stein.
Eine Person steht draußen, leicht fröstelnd,
in zu dünner Kleidung für dieses Wetter – nicht provokant, eher… unachtsam ehrlich.
Ein schwaches Licht fällt von drinnen nach draußen,
zeichnet Konturen, keine Details.
Nur Linien. Schatten. Andeutungen.
In der Ferne:
Stadtlichter, verschwommen durch Regen.
Alles wirkt gleichzeitig nah und unerreichbar.
Der Moment ist ruhig – fast eingefroren.
Zwischen Kälte draußen und Wärme drinnen.
Zwischen Entscheidung und Gewohnheit.











