Wenn die kleine Seele nach zu Hause sucht
Sie stand noch immer da.
Nicht draußen. Nicht drinnen. Nur an dieser schmalen Stelle, wo Wärme endet und Kälte bisher nicht ganz beginnt. Der Regen schrieb kleine Linien auf den Boden. Als wollte jemand erklären, was sie selbst nicht sagen konnte. Sie zog die Schultern enger zusammen. Nicht, weil ihr kalt war, oder nicht nur deshalb.
Da war dieses kleine Etwas in ihr. Diese Seele, kaum größer als eine Handvoll Atem. Sie hatte Hunger. Nicht nach Schmerz.
Nach Nähe. Und jedes Mal, wenn niemand kam, nahm sie sich ein Stück vom Herzen. Ganz leise. Fast höflich. Bis eines Tages nicht mehr klar war, was fehlte.
Nur dass etwas fehlte. Und sie blieb stehen. Noch einen Moment. Nicht, um aufzugeben. Sondern um zu lernen, wie man fühlt, ohne sich selbst zu verlieren.









